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Kursnummer: 109006

Info: Als Frau allein mit dem Fahrrad um Afrika

„Das geht doch gar nicht“ bis „Das ist doch purer Selbstmord“. Dorothee Fleck wusste auch nicht, ob es geht, aber wenigstens versuchen wollte sie es, um mehr über diesen Kontinent, den Leuten und Kulturen zu lernen.
Mit 44 Jahren beschloss die Referentin, ihre Stelle als Projektmanagerin in einem internationalen Pharmaunternehmen zu kündigen. Ein Schritt ins Ungewisse, aber spannend. Gewann sie doch so viel Neues dadurch, vor allem eine unbeschreibliche Freiheit. Inzwischen ist Dorothee Fleck zweimal um die Welt gefahren. Ihre letzte lange Reise ging rund um den afrikanischen Kontinent.
Am 14. Dezember ging es endlich los. Zum “Warmradeln” ist sie ganz geruhsam die schönen Radwege am Doubs und Rhone entlang ans Mittelmeer gefahren. Schön der Küste entlang ging es nach Spanien und mit der Fähre nach Marokko. Und jetzt? Einfach mal losradeln. Afrika kann man nicht planen. Das kam ihr sehr gelegen. Sie musste sich ständig auf dem Laufenden halten, wie die Situationen sind, wo sie das Visum bekommt, wo gerade Anschläge sind, wo wieder eine Epedemie ausbrach oder vorbei war... So wurde es ihr nie langweilig, es blieb immer spannend.
Der Anfang war noch relativ harmlos: Marokko, Mauretanien, Senegal. Nach Mali wollte man sie zuerst mangels Visum nicht hinein lassen. Also wieder 900 Kilometer zurück nach Dakar. Wegen den wesentlich angenehmeren Temperaturen blieb ich dann an der Küste. In Guinea musste Dorothee Fleck dann umdisponieren und doch nach Mali. Diesmal aber wohlweislich mit Visum. Über Burkina Faso fuhr sie nach Ghana und zurück ans Meer. Nachdem sie dieses nach 800 Kilometer im Gegenwind erreicht hatte, blieb sie lieber an der Küste. Deswegen waren die Wege durch die schmalen Länder Togo und Benin kurz und harmlos. Aber dann: Nigeria. Warum sind eigentlich die unangenehmen Länder immer am größten, wo man dann richtig viel Strecke zurücklegen muss?
An der Grenze wollte mir der Beamte das Drei-Monatsvisum auf sieben Tage kürzen. Dorothee Fleck wollte wirklich nicht lange in dem Land bleiben, wo im Norden Boko-Haram tobt und im Nigerdelta Anschläge auf die Ölplattformen sind. Aber dass sieben Tage nicht reichten, war der Radlerin klar. Nachdem sie sich dann richtig gezwungen hatte, nett zu dem Herrn zu sein, bekam sie 28 Tage und musste dann auch noch dankbar dafür sein.
Die weitere Strecke war zunächst unklar, sie musste flexibel sein. Und so kam ein Land nach dem anderen, durch Schnee im Atlasgebirge, und Sand in Angola, Elefanten und Zebras kreuzten den Weg, die Skorpione versteckten sich unter dem Zelt. Entlang der Westküste ging es bis nach Südafrika, und entlang der Ostküste wieder zurück.
Nach 33 afrikanischen Ländern, 43.628 Kilometern, zwei Jahren und zwei Wochen war Dorothee Fleck wohlbehalten zurück in Deutschland. Wieder hatte sie spannende und lehrreiche Erlebnisse, über die die Reisende im dem Vortrag berichten möchte.
Dorothee Fleck hat ein neues Buch über diese einmalige Reise geschrieben. Es kann bei beim Physio-Team Kollmer, Kaiserstraße 63 oder direkt bei der Autorin ( dorothee@dorothee-fleck.com) erworben werden. Auch bei dem Vortrag besteht die Möglichkeit des Kaufs.

Kosten: 8,00 € / 0,00 €

Datum Zeit Straße Ort
Di. 26.03.2019 19:00 - 20:30 Uhr Kaiserstr. 41 Lahr; VHS-Zentrum zum "Pflug"; Vortragsraum